Fernseher mit Internet - Einrichtung & Alternativen
Nahezu jeder zweite im Jahr 2011 verkaufte Fernseher wird mit einem Internetanschluss ausgerüstet sein. Doch auch Besitzer von älteren Flachbildschirmgeräten können mit ein wenig Aufwand ihr Fernsehgerät auf Internettauglichkeit hoch rüsten. In diesem Ratgeber beleuchten wir beide Optionen.
Fernseher mit Internet von Philips | © Hersteller
Viele Möglichkeiten, die über den normalen TV-Gebrauch hinausgehen, bieten moderne Fernsehgeräte mit Internetanschluss. Nahezu jedes dieser Geräte ist mit sogenannten Widgets ausgerüstet, die über einen Knopfdruck bestimmte Sendeinhalte liefern können - das Eingeben einer Internetadresse dagegen entfällt. Für Widgets häufig verwendet werden beispielsweise Facebook, YouTube und Twitter wie auch Sport-, Spielfilm- und Nachrichtenangebote. Ebenfalls über Widgets kann der eigene Online-Speicher eingesehen werden. Damit können unter anderem Foto-, Musik- und auch Videodateien aufgerufen werden. Der Anschluss des Fernsehgerätes erfolgt entweder per Direkt-TV-Anschluss oder durch einen Router über die Telefonleitung. Um sich frei im WWW bewegen zu können, wird allerdings ein TV-Gerät mit integriertem Browser benötigt. Solche Modelle sind derzeit allerdings noch im oberen Preissegment angesiedelt.
Auch ist der Komfort beim Surfen mit der Fernbedienung eingeschränkt. In der Regel ist eine ganze Reihe von Anwendungen nicht möglich, so zum Beispiel das weit verbreitete Online-Banking oder auch nur ein normaler Datei-Download. Mit der Bedienerfreundlichkeit eines PC oder eines Notebooks können derzeitige TV-Browser daher nicht mithalten.
Auch ältere Fernseher können ins Internet
Besitzer älterer Fernseher können ihr Gerät mittels so genannter Set-Top-Boxen internettauglich machen. Nahezu jeder größere DSL-Anbieter, egal ob die Telekom, o2 oder Vodafone, bietet die meist kleinen, nahezu lautlosen Geräte an. Erforderlich ist des Weiteren ein DSL-Modem, ein Splitter für die Telefondose (TAE) sowie Netzgeräte. Für die Inbetriebnahme des Modems wird die Installations-CD verwendet, ebenso eine Smartcard. Zur Verbindung der Geräte untereinander stehen je nach Gerät HDMI-, Component- oder Scart- sowie Audio-Chinch-Kabel und optische Ausgänge für Dolby-Digital-Sound zur Verfügung. Netzwerkkabel werden für den Anschluss der Set-Top-Box verwendet, sofern sie nicht via W-LAN verbunden ist. Am Splitter wird das Modem angeschlossen, das anschließend per Netzkabel mit der Stromversorgung verbunden wird. Eine DSL-Kontrolllampe leuchtet auf, wenn der Kontakt mit dem Netzwerk des Anbieters hergestellt ist. Die Set-Top-Box wird an dem entsprechend gekennzeichneten Port angeschlossen.
War die Verbindung zum Modem erfolgreich, sollte die dem Port zugeordnete Kontrollleuchte blinken, nachdem auch die Set-Top-Box mit Strom versorgt worden ist. Die Smartcard sollte bereits im Kartenschacht eingelegt sein, da beim Hochfahren des Gerätes viele Fernsehprogramme eine Grundverschlüsselung aufweisen. Zur Freischaltung jugendgeschützter Inhalte wird oft ein Master-Pin benötigt, der, wie auch die Bedienungsanleitung, vom Anbieter zur Verfügung gestellt wird. Sind alle Einrichtungsschritte erfolgreich abgeschlossen, stehen dem Nutzer neben dem TV-Programm auch Internetanwendungen zur Verfügung. Auch Apple, Western Digital & Co. bieten Set-Top-Boxen, die nicht nur vertragsunabhängig sind, sondern zum Teil auch mehr Funktionen bieten. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich zwischen aktuellen Modellen.
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