Google +: Soziales Netzwerk erlaubt nun Pseudonyme
Der Zwang, bei Google+ einen realen Namen zu verwenden, findet bald ein Ende: Wie der Suchmaschinenriese nun bekannt gab, dürfen Nutzer in den kommenden Tagen auch ein Pseudonym für ihr Profil verwenden. Es müssen jedoch einige Regeln beachtet werden.
Google+ vernetzt schon über 40 Millionen Nutzer | © Anbieter
Bislang war unmöglich, Pseudonyme bei Google+ zu verwenden. Es drohte eine Sperrung, sofern Nutzer nicht vier Tage nach einer Verwarnung seitens des Anbieters ihren realen Namen eintrugen. Jetzt lenkt der Suchmaschinenriese ein: Wie Bradley Horowitz, Vizepräsident der Google+-Sparte, jetzt verkündete, erlaubt das soziale Netzwerk ab sofort auch Spitznamen bzw. Geburtsnamen oder Namen in anderen Schriften. Diese werden sowohl auf der Profilseite als auch diversen Hoverflächen angezeigt, nachdem sie ein Nutzer in den Profileinstellungen hinterlegt hat. Horowitz rät jedoch davon ab, den eigentlichen Namen ebenfalls zu ändern. Denn auch andere Google-Dienste greifen auf diese Daten zurück. Bis die Namensänderung durch das soziale Netzwerk verifiziert wurde, bleibt der Realname bestehen.
Eine Sonderregelung gilt für Namen, die eine abstrakte Idee oder aber ein Unternehmen verkörpern. Für sie stellt Google+ bereits seit längerer Zeit die so genannten Pages zur Verfügung. Auch hier kam es in der Vergangenheit zu einigen Problemen und Sperrungen, das Regelwerk soll nun aber gelockert werden. So können Nutzer in Zukunft einen Nachweis erbringen, dass der Name tatsächlich existiert - sei es durch offizielle Dokumente oder andere Internetseiten, auf denen der betroffene Name bereits auftaucht. Innerhalb weniger Tage will Google diese Fälle dann bearbeiten. Weitere Details zu den neuen Namensregelungen in Google+ gibt es hier.
Google+ befindet sich im Aufwind
Ob sich die Abkehr vom Realnamenzwang merkbar positiv auf die Nutzerzahlen von Google+ auswirken wird, bleibt abzuwarten. Doch befindet sich das soziale Netzwerk ohnehin im Aufwind: Mehr als 62 Millionen Nutzer tummeln sich seit Anfang des Jahres auf Google+, Branchenexperten rechnen mit weiteren Wachstumsschüben. So geht der Analyst Paul Allen sogar davon aus, dass bis zum Ende des Jahres bis zu 400 Millionen Menschen angemeldet sein werden - eine Zahl, die selbst der Chefetage von Facebook Sorgen bereiten dürfte.
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