CES 2012: Alle Technikhighlights der Messe
Auch in diesem Jahr fand wieder einmal die CES in Las Vegas statt. Die International Consumer Electronics Show ist ein Schaulaufen der großen Elektronikhersteller und bietet aus einer Vielzahl von Bereichen interessante technische Neuerungen. Wir geben einen Überblick über die diesjährigen Highlights.
Die internationale CES findet in Las Vegas statt | © Anbieter
Wer die CES kennt, der weiß, dass ein Großteil der technischen Neuerungen im Bereich TV hier in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vorgestellt wurden. Dazu gehörte beispielsweise der Videorekorder, der 1970 vorgestellt wurde, HDTV im Jahr 1998 oder Blu-Ray-3D im Jahr 2010. Doch was hat diese Kategorie in diesem Jahr zu bieten gehabt?
Das sind die TV-Neuheiten im Jahr 2012
Wenn es um den Bereich des Heimkinos geht, haben einige Hersteller abweichend vom allgemeinen Trend auch auf kabellose Geräte gesetzt. Während fast alle heute im TV-Bereich gebräuchlichen Geräte mit HDMI verbunden werden, setzt Simple.TV beim Video-Streaming auf eine gänzlich kabellose Lösung. Der benutzerfreundliche DVR hat ungefähr die Abmessungen eines Tablets und dient dazu, dass auf alle Geräte im Haushalt Videos in hochauflösender Qualität gestreamt werden können. Bereits auf den ersten Blick fällt auf, dass das Gerät nicht überbestückt ist mit Ausgängen für die unterschiedlichen Formate. Was im ersten Moment etwas befremdlich erscheint, stellt sich als absolut sinnvoll heraus. Je mehr TV-Geräte nämlich im Haushalt versammelt sind, desto unangenehmer kann die Verkabelung werden. Wer sich schon immer über die schwarzen, grauen und weißen Kabelstränge in seinem Wohnzimmer geärgert hat, für den ist der DVR sicherlich ein interessantes Gerät.
Hinsichtlich der großen Flachbildfernseher interessieren vor allem neue Technologien wie OLED oder Crystal LED (wir berichteten). Während die LED-Fernseher gerade erst ihre Marktetablierung erlebt haben, wird mit den OLEDs bereits der Nachfolger präsentiert. Die Technologie soll noch stromsparender sein und dabei eine hohe Bildqualität liefern. Überzeugen hiervon konnte man sich etwa am Stand von LG, die ein entsprechendes 55-Zoll-Modell vorgestellt haben. LG geht davon aus, dass bereits im Jahr 2016 ein Produktionsniveau der neuen Technologie erreicht sein könnte, welches mit LCD vergleichbare Preise erlauben wird. Im Gegensatz zu den bereits in der Vergangenheit, etwa von Sony vorgestellten, OLED-Technologien bietet LG neben den Farben Rot, Grün und Blau einen weiteren weißen Pixel. Dieser soll dazu beitragen, dass die Produktionskosten gesenkt werden und das Bild noch einmal deutlich heller strahlt.
Der EM9600 wird dabei als das Flaggschiff von LG für das Jahr 2012 angesehen und weist eine Tiefe von nur 4 Millimetern auf. Damit ist praktisch bereits eine Technologie vorhanden, bei der sich kaum noch von einem wahrnehmbaren Gehäuse sprechen lässt. Das Bild kommt dadurch besser zur Geltung und es stören keine schwarzen Plastikränder wie bei vielen älteren Fernsehern. Auch andere Hersteller wie Samsung haben entsprechende Ankündigungen gemacht und werden vergleichbare Modelle vorstellen.
Die Miniaturisierung schreitet voran: Neues Ultrabook von HP
In Hinblick auf die Notebooks setzt sich der Trend zur Verkleinerung auch auf der CES 2012 fort. Kaum ein Hersteller von Notebooks kann es sich noch leisten, im Bereich der wichtigen Ultrabooks nicht entsprechend aufgestellt zu sein. Auch Hewlett-Packard macht hier keine Ausnahme und bietet mit dem Envy 14 Spectre einen faszinierenden neuen Vertreter dieser Kategorie.
Was jedem Besucher des HP-Standes zuerst aufgefallen sein dürfte, ist die Glossy-Oberfläche, die sehr stark spiegelt und damit die Frage aufkommen lässt, ob hier eine gute Lesbarkeit im Freien bei Sonneneinstrahlung gegeben sein wird. Das Ultrabook orientiert sich damit im Hinblick auf das Design nach den Smartphones, für die die Glossy-Oberfläche längst zum Standard gehört. Das Spectre richtet sich nicht mehr wie der Vorgänger Folio auch an kleinere Unternehmen, sondern ist nun voll und ganz auf den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Das Gehäuse ist sehr flach, stylisch und erinnerte an Geräte wie das Apple MacBook Air. Die Oberfläche soll dabei aus einem besonders widerstandsfähigen Material bestehen, das auch Stürze problemlos übersteht. Hinsichtlich der Hardware ist das Ultrabook mit einer schnellen Intel Core i5 CPU ausgestattet, auf eine dezidierte Grafiklösung muss jedoch verzichtet werden. Dafür kommt eine 128 GB große SSD-Festplatte zum Einsatz, die sich durch immens niedrige Zugriffszeiten auszeichnet.
FijiFilm stellt neue Kameratechnik vor
Im Bereich der Kameras werden selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder technologische Sprünge vollzogen. Vorgestellt wurde auf der CESA die X-Pro1, die ohne Spiegel auskommt und sicherlich an Enthusiasten gerichtet ist. Schließlich soll die Kamera in Nordamerika zu einem Preis von 1.700 US-Dollar eingeführt werden, die Linse wird mit zusätzlichen 650 US-Dollar zu Buche schlagen. Für Einsteiger sicherlich nicht das richtige Gerät, aber die Profis haben die Neuentwicklung von FujiFilm schon lange erwartet. Zum Einsatz kommt bei diesem Gerät ein Sensor mit 16 Megapixeln, mit dem sich Fotos in einer hervorragenden Qualität schießen lassen. Wer möchte, der kann mit dieser Kamera auch HD-Aufnahmen in 1080p anfertigen und per mini-HDMI-Kabel auf den Fernseher übertragen.
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